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Klienten-Tipp 6

«Mein Partner und ich haben regelmässige Daten, die wir fortlaufend abmachen, an denen wir abwechslungsweise einen Tag oder Abend planen als Überraschung für den anderen. Dieser Termin kann ganz frei gestaltet werden von demjenigen, der organisiert. Somit haben wir regelmässig «unsere» Zeit/Auszeit und beide müssen sich abwechselnd etwas einfallen lassen. 

«Der Wunsch nach Nähe führt uns in Beziehungen und in Bindung hinein. Dies ist ein Grundbedürfnis des Menschen und kann sinnbildlich mit «Einatmen» verglichen werden. Wir lassen uns auf die andere Person ein, verbinden uns ganz mit ihr und möchten mit ihr Eins sein.
Jedoch - kaum sind wir in einer Beziehung - spüren wir den Impuls, wieder stärker bei uns selber sein zu wollen, unsere Interessen wieder vermehrt wahrnehmen zu möchten und die Dinge nach unserem Willen zu tun. Sinnbildlich: «Wir atmen den Partner/die Partnerin wieder aus,» wir distanzieren uns von ihm/ihr, um uns selber wieder mehr zu spüren ...

… und kaum sind wir bei uns selber angekommen, spüren wir wieder den Impuls zum «Einatmen» … und so fort ...

So bewegt sich eine Partnerschaft immer wieder zwischen den beiden Polen «Nähe und Distanz» - Anziehung und Distanzierung - vertraut sein und anders, sich fremd sein. 

Diese Tatsache fordert uns lebenslang heraus. Es dient unserer Selbstfindung und fordert uns auf, uns immer wieder neu füreinander zu entscheiden, aufeinander zuzugehen, uns füreinander zu öffnen und das «Einssein» zu wagen - im Wissen drum, dass nach dem «Einatmen», unabwendbar auch «das Ausatmen» kommen wird.»